Denkwürdiger Fahrgast im 22er

buergerwehr225Busfahren ist wie Lottospielen. Gar nicht selten hat man einen „Ereignis-Dreier“ oder seltener, einen „Fünfer“, wie ich heute. Zwischen den Haltestellen Hofheymer Alle und Lastenstraße der Linie 22  ist er zugestiegen, der Gardecornett Gottfried Lüftenegger (69) von der Salzburger Bürgergarde >. 1287 wurde sie gegründet um Leib und Leben des damaligen Erzbischofs Rudolf von Hoheneck zu behüten. Heute, so erfuhr ich, rückten er und seine Kameraden zum Hochfest des St. Rupert Ritterordens > aus.  Wie er da in einem *Öffi“ des 21. Jahrhunderts sitzt, streng, korrekt und dennoch zugänglich, fällt mir auf, wie wenig die Vertreter der Institutionen heute nach außen sichtbar sind. Präsenz wird durch Videoüberwachung und Computerprogramme ersetzt. Wer in unserer Stadt werkt und wirkt, denen sieht man ihren Status immer weniger an. Und wenn, dann weit nicht so eindrucksvoll wie unserem Gardecornett in der Obuslinie 22.

Ein Fest für Kohr

marke_100jahreAm 5. Oktober 2009 um 20.00 Uhr, findet in der großen Aula der Universität Salzburg eine Festveranstaltung anlässlich des 100. Geburtstages des Salzburger Philosophen Leopold Kohr statt.  Im Programm: Prominente Festredner, Aufführung der Leopold Kohr Symphonie von Stephan Maria Karl durch die Junge Philharmonie Salzburg, interkulturelle Musik der Gruppe Querfeldein und schließlich die Vorstellung des Liedes „Good in Measure“ durch Christine Smaczny und Christian Fraek von „stad“ >.

Franz

franz225bManchmal begegnet man ihnen. Besonderen Menschen, die seltsam anders wirken als die aus dem emsigen Schwarm dahinwuselnder Alltagsgestalten. Nie sind Schwarmleute wirklich da, Immer sind sie schon ein Stück weiter. Ungreifbar, wie Schatten ohne Körper. Da kreuzen Franz oder der „Sonderbare Herr G.“ > deine Wege, eine mächtige „slow motion“ Bugwelle vor sich her schiebend. Hat sie dich eingefangen, versinkt dein flotter Terminplan im duftenden Sirup zäh dahinfließender Zeit. Maler, Literat, so viel ist Franz und auch so wenig, nach dem Maß unserer Geldgesellschaft.  So lange ich Leuten wie Franz in Taxham begegne, bin ich gerne hier. Verkehr, Fluglärm, Gestank? Pah! Was ist das schon gegen diese monumentalen Existenzen, die sogar den nahen Untersberg zu überragen scheinen…

Kohr-Lied Premiere in Laufen.

kohrchrisuchris225Ein Lied zum Kohrjahr 2009
Anneliese, Christine und kama machten den Text zu „Good in measure“.  Christine Smaczny hat es für „stad“ > vertont und wird diese poetische Ballade vom „leichteren Sein“ zusammen mit Christian Fraek  am 30.  September 2009  in Laufen erstmals öffentlich vortragen.  „Rückkehr zum menschlichen Maß“ von  Agenda 21 > veranstaltet, ist dem 1993 verstorbenen Philosophen Leopold Kohr gewidmet. Der Salzburger Kulturmanager und Wiederentdecker Leopold Kohrs, Prof. Afred Winter >, wird von der Rückkehr zum menschlichen Maß im Sinne des großen Philosophen und Ökonomen erzählen. Die Leopold-Kohr-Hauptschule > Oberndorf stellt anschließend ein sehr spannendes Projekt vor.

Am Mittwoch, 30. September 2009 um 20.00 Uhr im Alten Rathaus der Stadt Laufen. Eintritt frei!


Poetisches zum Nahgeschehen

stad225eule2„Stad“, was auf Hochdeutsch still, ruhig, bedeutet, nennen Christine Smaczny aus Laufen und der Niederbayer Christian Fraek ihre neu gegründete Formation. Ein Sax, eine Gitarre, zwei sanfte Stimmen, dazu eigene Texte voller Poesie. Das sind die Zutaten mit denen „stad“ die Menschen in ihrer Umgebung verzaubern möchte. Mit ihrer Musik  schaffen es die beiden eine ganz besondere Atmosphäre zu modellieren. Man kann entweder genau hinhören und den anspruchsvollen Texten folgen oder sich von Gesang und Tönen einfach nur umhüllen lassen. Ihren ersten, offiziellen Auftritt planen „stad“ unter dem Birnbaum vor Christines Haus in Laufen. Eine Tafel soll es geben, die sich unter den Köstlichkeiten aus der Region nur so biegen wird. Nur Freunde und Freunde von Freunden sind zur Premiere von „Schmankerlreise mit stad“ eingeladen.

Botschaft vom Hier und Jetzt
Wenn Du alle Sinne auf das richtest, was gerade in Deiner Nähe geschieht, nimmst Du die vielen Botschaften der Erde auf.  Für uns als Musiker sind das Klänge und Inspiration zu Texten die von der prächtigen Welt erzählen in der wir leben. Dass wir spüren dürfen, wie sie pulsiert und wir mit ihr, ist ein wunderbares Geschenk. Nehmt daran teil, seids stad und hoachts zua… (Christine Smaczny und Christian Fraek)

Biker führen, Brennholz retten

peter225cBreit grinst das Scheit als es gerade noch den Flammen entging. Peter Mayr >, Biker aus Leidenschaft und Outdoor Guide, lebt im nördlichen Mühlviertel hart an der Grenze zur Tschechischen Republik in der Marktgemeinde Rainbach.  Das ehemalige Niemandsland trennte in der Ära des Kalten Krieges Ost- und West und ist heute sein Revier.  Naturpark Südböhmen, Mühlviertler Kernland. Urwald, Stille, altes Bauernland, romantische Wege und freundliche, eigenständige Leute. Dort fühlt sich der 59 jährige, ehemalige Radprofi, wohl. Biker führen, Brennholz retten weiterlesen

Vorlesen mit Nachspiel

vorlesen225Wer lacht da lauter als die Flugzeuge über Taxham dröhnen? Es sind meine Nachbarn. Es sollte ein wohlinszeniertes Titelfoto für die Webseite „stimme.at“ werden und geriet zum ausgelassenen Spektakel für Models und Fotograf. Während ich mich mit den Ameisen balgte und zwischendurch auf den Auslöser drückte, entdeckten meine Titelhelden die Lust am Lesen und Zuhören. Bald darauf konnte man die Rasselbande beim Nachspielen des Vorgelesenen beobachten. Inspiriert für die langen Ferientage? Hier gibt es Lesestoff dazu >

Dem Eis wird’s heiss.

gletscher638Schönheit und Gefährdung unserer Gletscher. Damit beschäftigen sich Experten und BesucherInnen bei den  Klima- und Gletschertage in Neukirchen am Großvenediger (Salzburg). An drei Tagen, vom Freitag, den 21.  bis Sonntag, den 23. August 2009 gibt es ein dichtes Programm für Jung und Alt. Gleichzeitig wird auch der neue Kürsingersteig zum Obersulzbachkees (Gletscher) eingeweiht und feierlich eröffnet. Das Programm als PDF  >

Wein sucht Heim

wein225x219Wie jedes Jahr, besucht mich auch diesen Sommer die Hausrebe von der  Süd- Westmauer unseres Reihenhauses in Taxham. Es genügt ein Tag mit offenem Fenster  und schon streckt sie ihre Fühler in mein Büro. Ihre Neugierde  kostet sie viel Kraft und Chlorophyll. Blass wirkt ihr Grün im Neonlicht. Doch unbeirrt kommt sie Zentimeter um Zentimeter voran auf der Kletterhilfe die ich ihr soeben vom Fenster zu meinem Arbeitsplatz gelegt habe.

Klopfzeichen am Kapitelplatz.

klopfzeichen01_225x169Gut 100 Steinmetze aus ganz Europa zeigten am Sonntag den 5. Juli 2009 ihr Können vor einem entspannt zwischen ihnen flanierenden Publikum. Eingeladen vom „Europäischen Steinfestival Salzburg 2009 traten sie an um ihre Kunst zu messen und den Salzburgern und den Gästen der Stadt ihr Handwerk näher zu bringen. Kurze Regenschauern aus der schwül warmen Luft hielten den Platz frei von Staub. Und das war gut so, klopften doch nicht nur Professionisten emsig vor sich hin sondern auch viele ZuschauerInnen die sich am Stein versuchten… Klopfzeichen am Kapitelplatz. weiterlesen