Klangbotschaft

Unter dem Übergang von Kapitelplatz zum Domplatz bringt eine elektrische Violine ein wenig dünn das Ave Maria. Ergriffen sind nur die Strategen des nahen Riesenschachs von der Genialität ihrer Züge. Dann höre ich es. Oder spüre ich es? Vom Asphalt kriecht ein Vibrieren über meine Beine und verteilt sich mit jedem Schritt schneller auf meinen ganzen Körper. Dann sehe ich ihn, den Didgeridoo > Spieler, angelehnt an ein buntweihnachtliches Plakat des Klangbotschaft weiterlesen

„Teufel, Teufel ..!“

Erst treffe ich auf eine Maskenausstellung der Fischerperchten, dann auf eine malende Salzburgerin die aus Chile und Israel rückwanderte um sich in einen Kurden zu verlieben der das Julius in Aiglhof als Kebap betreibt. Dann sah ich einen vom Föhnsturm verzauberten Mönchsberg dessen herbstlich orangebraun verfärbten Baumkronen wie Flammen nach den Häusern am rechten Salzachufer leckten. Wenn du schon Taxham verlassen musst, tu es zu Fuß, dann kannst du was erleben. „Teufel, Teufel ..!“ weiterlesen

Der Sepp geht heute heim

Um eine handvoll suspektes Gewebe los zu werden habe ich mich am 1. Juli 2010 eingefunden. Mit Eindrücken, Geschichten und Einsichten voll beladen kehrte ich heim und  schlürfte gerade mal 9 Tage später meinen geliebten türkischen Kaffeee in Ali’s Kebab > zu Taxham.  Zuvor durfte ich den Sepp kennenlernen, ein Tonwunder erleben und die Gastfreundschaft besonderer Menschen genießen.

Irgendwann nach der OP kehrten meine Sinne zurück und ich verstand allmählich wieder, was ich sah.  Der Sepp lag nicht weit von mir. Rechts von ihm teilte ein hohes Kassettenfenster das grüne Blättergewirr des gegenüberliegenden Parks in 7 gleichzeitig ablaufende Filme.  In einem erschien gerade ein koboldartiges Wesen, das den Mund auf und zu klappte und heftig mit den Augen rollte. In einem anderen formte das Wechselspiel von Licht, Schatten und Wind einen Elefanten mit hochaufgerichtetem Rüssel aus dem Blattwerk. Während das nach Mücken schnappende Baumwichtel von Film Nr. 6 auf Film Nr. 4 kletterte, regte sich plötzlich etwas unter der Decke des Nachbarbettes. Sepp erschien. Erst ein schlohweißes, von grauen Strähnen durchzogenes Haarbüschel, dann sein breit grinsendes, von 94 Lebensjahren zerfurchtes Gesicht. Der Sepp geht heute heim weiterlesen

Von Elfen und Bauern

Die einen weben ein zauberhafte Gespinst unglaublicher Visionen in den kollektiven Geist unserer Spezies. Die anderen, die für den Boden zuständigen, sorgen mit ihrer ruhigen Beharrlichkeit für ein festes Fundament über das man schweben oder gehen kann. Elfen und Bauern, beide Fraktionen bilden das fantastische Wesen Mensch. Elfen und Bauern können sich nicht immer leiden. Von Elfen und Bauern weiterlesen

Schmankerlkiste: Nur’s Beste nei…

johanna225x258So schau’n stolze Leut aus. Stolz auf ihre Region und stolz darauf was sie machen. Alles echt, mit Herz und Seele gemacht. Gerade genug für eine handvoll Genießer mit Stil. In der handbemalten Holzkiste aus Johanna Aichers Schreinerei > findet sich alles Gute was die Region Berchtesgadener Land hergibt.
Schinken, Würste, Säfte, Nudeln, Schnäpse und vieles mehr. 10 Kleinbetriebe haben sich zu einer Solidargemeinschaft > zusammengeschlossen und treten mit ihren Produkten gegen die Gesichts- und Geschichtslosen Massenwaren der Lebensmittel Großindustrie an. Mit Erfolg. Denn der schrille, bunte und Laute Markt verliert zunehmend gegen die ehrlichen Sachen von heimischen Erzeugern aus der Region. Gemacht von unseren Nachbarn und unseren wahren Nahversorgern.
Diesen Schmankerl Kasten, gezimmert aus heimischem Holz und handbemalt, können Sie mit allem Guten aus der Region befüllt bei Johanna Aicher aus Laufen persönlich bestellen. Per Telefon: (0049) (0)8682 9437  oder noch besser, Sie holen sich eines am Sonntag, den 4. Oktober 2009 ab 11:00 Uhr  beim Tag der Regionen im Biergarten des Bräustüberl zu Laufen.

Poetisches zum Nahgeschehen

stad225eule2„Stad“, was auf Hochdeutsch still, ruhig, bedeutet, nennen Christine Smaczny aus Laufen und der Niederbayer Christian Fraek ihre neu gegründete Formation. Ein Sax, eine Gitarre, zwei sanfte Stimmen, dazu eigene Texte voller Poesie. Das sind die Zutaten mit denen „stad“ die Menschen in ihrer Umgebung verzaubern möchte. Mit ihrer Musik  schaffen es die beiden eine ganz besondere Atmosphäre zu modellieren. Man kann entweder genau hinhören und den anspruchsvollen Texten folgen oder sich von Gesang und Tönen einfach nur umhüllen lassen. Ihren ersten, offiziellen Auftritt planen „stad“ unter dem Birnbaum vor Christines Haus in Laufen. Eine Tafel soll es geben, die sich unter den Köstlichkeiten aus der Region nur so biegen wird. Nur Freunde und Freunde von Freunden sind zur Premiere von „Schmankerlreise mit stad“ eingeladen.

Botschaft vom Hier und Jetzt
Wenn Du alle Sinne auf das richtest, was gerade in Deiner Nähe geschieht, nimmst Du die vielen Botschaften der Erde auf.  Für uns als Musiker sind das Klänge und Inspiration zu Texten die von der prächtigen Welt erzählen in der wir leben. Dass wir spüren dürfen, wie sie pulsiert und wir mit ihr, ist ein wunderbares Geschenk. Nehmt daran teil, seids stad und hoachts zua… (Christine Smaczny und Christian Fraek)